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Allgemein

kleine BETRIEBSANLEITUNG für Schweine in Hobby- und Auslaufhaltung

 

 

Schön, daß Sie sich für ihre eigenen

Schweine entschieden haben!

In den folgenden Abschnitten finden Sie einige Tipps zur

privaten Schweinehaltung.

1. Das geht kein Schwein etwas an? - Anmelden und

andere Pflichten…

Meldepflicht für Schweinehaltung auch im kleinsten und Hobbybereich

(auch für Minischweine!) besteht beim Veterinäramt, bei

der Tierseuchenkasse und bei der „Zentralen Datenbank für

Schweine (HI-Schwein)“. Darüberhinaus sind Sie alsTierhalter

zum Führen eines Bestandsbuches verpflichtet, in dem unter Ihrer

Betriebsnummer alle Zu- und Abgänge aufgelistet werden und die

Tierärztlichen Abgabebelege“ (im Fall einer Behandlung, Wurmkur

etc) aufbewahrt werden. Aufbewahrungspflicht: 5 Jahre.

Sollten Sie Vermehren/Züchten wollen, müssen alle Tiere spätestens

bei Verlassen Ihres Betriebes (auch zum Schlachter) mit einer

Betriebsohrmarke versehen sein. Auch wenn diese Meldungen bei

privaten Tierhaltern nicht sehr weit verbreitet sind – bitte denken

Sie daran, daß im Seuchenfall (z.B Maul- und Klauenseuche,

Schweinepest) nicht gemeldete Betriebe die Bekämpfung

erheblich erschweren und z.B für Mehraufwand oder Neuinfektionen

auch haftbar gemacht werden können!

2. Sich sauwohl fühlen – in Stall und Auslauf

Die meisten Halter von wenigen Schweinen können ihren Tieren

mehr Luxus bieten als in der Schweinehaltungs-Verordnung

vorgesehen ist. Trotzdem gilt es einige Dinge zu beachten: Der

Temperaturbereich in dem Schweine (zu mehreren) sich

wohlfühlen, liegt etwa zwischen 15°C und 25°C. Darunter sollten

die Tiere die Möglichkeit haben, sich über „soziales Liegen“

(Haufenlage) zu wärmen. Ist dies, bei nur zwei Schweinen zB,

nicht möglich, ist der Stall entsprechend klein zu halten

(„heizbar“) und gut einzustreuen. Die Einzelhaltung von

Schweinen ist seit einigen Jahren verboten. In der heißen Jahreszeit

bekommen hellhäutige Schweine leicht einen Sonnenbrand,

Schattenbereiche im Auslauf sind daher unerläßlich.

Schweine können nicht schwitzen! Um Kreislaufproblemen vorzubeigen,

ist im Sommer eine Suhle anzuraten.

3. Schwein ißt lecker – kleine Fütterungslehre

Schweine sind Allesfresser – was nicht etwa heißt, daß sie alles

fressen würden, sondern bedeutet, das ihr Verdauungssystem so

angelegt ist, das sie „von allem etwas“ benötigen, um gesund zu

bleiben, also sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung. Eine

bedarfsgerechte Ration“ (Nutztierhaltungs-VO) enthält je nach

Gewicht der Tiere 14-17% Rohprotein mit ausreichend essentiellen

Aminosäuren, ist also mit Getreide allein nicht zu realisieren.

Da Schweine Grünfutter nur sehr schlecht verdauen können ist es

für Halter ohne Schrotmühle und/oder Mischer am einfachsten,

sich sogenanntes „Alleinfutter für (Mast- oder Zucht-)Schweine“

zu besorgen. Dieses Futter enthält gesetzlich vorgeschrieben und

kontrolliert alles, was ein Schwein braucht, vor allem auch alle

wichtigen Vitamine und Mineralstoffe. Alternativ können Sie sich

auch beim „Bauern Ihres Vertrauens“ Futter besorgen.

Wenn Sie selber Mischen wollen, dürfen Sie laut FmVO alles

verwenden, was in der „Positivliste für Futtermittel“ aufgelistet

und standardisiert ist – das Verfüttern von Speiseresten ist europaweit

allerdings verboten. Verwenden Sie einen hohen Anteil

Gerstenschrot (das macht festen Speck), ergänzen Sie möglichst

mit einheinmischen Eiweißträgern wie Lupinen oder Erbsen,

Bohnen (auch Milchpulver und z.B Knick-Eier sind hervorragende

Eiweißfuttermittel!) und vergessen sie die tägliche Portion

Mineralfutter nicht!

!!! VIEL SPASS UND VIEL ERFOLG !!!

Wenn Sie weitere Fragen haben können Sie uns gerne Anrufen oder melden Sie sich bei

http://beratung.pecudis.de/